Biohof Beim Schuster

Biohof „Beim Schuster“: Besser Schwein gehabt

Max Scherm kaufte den Hof „Beim Schuster“ 1993 und baute zusammen mit seinem Sohn Ludwig eine ökologische und artgerechte Schweinezucht mit eigener Schusterei auf. Dass die Tiere sich hier „sauwohl“ fühlen, ist Kern des Konzepts.

„Als ich die Schwäbisch-Hällischen Schweine als stark gefährdete Rasse kennenlernte, fasste ich den Entschluss, diese Rasse wieder aufzubauen und bekannt zu machen“, erzählt Max Scherm. „Als Demonstrationsbetrieb will ich die Vorteile der Haltung auf einer tiergerechten Weide an Interessierte weitergeben und sie ermutigen, diesen oft steinigen Weg zu gehen.“


Der Hof

Biohof „Beim Schuster“
Ludwig Scherm
Höllmannsried 41
94259 Kirchberg im Wald
Bayern 

Öko-Kontrollstelle: DE-ÖKO-037

Tel.: 0175-57 19 942

E-Mail: info@landschweine.de
Internet: www.landschweine.de

Zahlen – Daten – Fakten

Fläche

12 ha Fläche: 5,53 ha Ackerfläche und 6,47 ha Dauergrünland

Tiere

100 Schwäbisch-Hällische Mastschweine, 10 Zuchtsauen + Eber, Ziegen, Geflügel

Arche

sei 2011 Arche-Bayern-Betrieb


Schwäbisch-Hällisch gut

Der Biohof „Beim Schuster“ liegt auf über 700 Metern Höhe im Herzen des Bayerischen Waldes. „Schwerpunkt unseres Bio-Betriebs ist die Zucht der Schwäbisch-Hällischen Schweine. Diese alte Haustierrasse ist sehr robust und widerstandsfähig, ihr Fleisch außerdem qualitativ hochwertig“, sagt Sohn Ludwig. Auf dem Hof lebt ein wechselnder Bestand von bis zu 100 Schweinen in einer Mischung aus Weide- und Auslaufhaltung. Die Tiere haben im Sommer und Winter Zugang zum Außenbereich und sind in der Vegetationszeit von Mai bis Anfang November auf der Weide. Im Außenklimastall mit Lehmboden leben sie zudem vor Regen und Schnee geschützt. Eine Besonderheit der Scherms ist die sogenannte Familienhaltung, bei der die Schweine nicht getrennt aufgezogen werden, sondern alle Tiere, vom kleinen Ferkel bis zum 350 Kilo schweren Eber in einer Rotte zusammenleben. Das Fleisch und verschiedene Wurstwaren können beim Hof bestellt und abgeholt werden. Andere Tierprodukte wie gegerbte Ziegenfelle oder Eckzähne der Eber (Schmuck) werden auf Wunsch auch versendet.

„From Nose to Tail“ beschreibt den Ansatz zur Ganztiernutzung, nach dem von einem geschlachteten Tier möglichst alle Teile verarbeitet und verwertet werden sollen.

Gründe zum „Sau-wohlfühlen“

Auf dem Hof befindet sich nicht nur ein Paradies für Schweine. Auch Besuchergruppen von bis zu zehn Personen stehen zwei gemütliche Ferienwohnungen für längere Aufenthalte zur Verfügung. Zwischen Mai und Oktober finden regelmäßig Führungen zu festen Terminen statt. Ebenso sind weitere Hoferkundungen auf dem anerkannten „Erlebnisbauernhof“ zu den Themen Ökolandbau, Landschaftspflege, Beweidungssysteme, ökologische Schweinezucht und Freilandhaltung auf Anfrage möglich. In Zusammenarbeit mit Familien und Therapeutinnen und Therapeuten gibt es Therapien mit Schweinen für behinderte, in der Entwicklung verzögerte und verhaltensauffällige Kinder. Denn Schweine sind Lebewesen mit einem ausgeprägten Sozialverhalten und können vielen dieser Menschen helfen.


Betriebsspiegel

  • Betriebsart: Schweinezucht
  • Betriebsfläche: 12 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche, davon 5,53 ha Ackerfläche, 6,47 ha Dauergrünland
  • Fruchtfolge: Sommergerste, Erbsen-AckerbohnenSonnenblumen-Hafer-Gemenge, Wintergerste/Winterroggen, Kleegras
  • Tierhaltung: 10 Zuchtsauen, Mastschweine, Familienhaltung und Herdbuchzucht der alten Landrasse Schwäbisch-Hällische Schweine, Ziegen, verschiedenes Geflügel
  • ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-037

Betriebs-Faltblatt zum Herunterladen und Ausdrucken

Die Inhalte des Betriebsporträts finden Sie hier auch in einem Faltblatt als PDF-Datei.


#OekoHofEinblicke - 5. Folge: From Nose to Tail

„From Nose to Tail“ beschreibt die Ganztiernutzung. Von einem geschlachteten Tier sollen möglichst alle Teile verarbeitet werden. Nach diesem Konzept werden auch die Schwäbisch Hällischen Landschweine auf dem Biohof "Beim Schuster" im Bayerischen Wald gehalten, geschlachtet und verwertet. Aus den Schweineohren werden beispielsweise Hundeleckerlies.

#OekoHofEinblicke

Letzte Aktualisierung 29.06.2021

Demonstrationsbetrieb Ökolandbau des Monats

Frau und Mann hocken zwischen Hühnern

Kudammhof

Die BIOSpitzenköche empfehlen

Steckrüben-Rösti

Steckrüben-Rösti mit Birnenquark

Nach oben
Nach oben