Gläserne Produktion

Gläserne Produktion in der Lebensmittelverarbeitung

Ein Blick hinter die Kulissen – wenn sich lebensmittelverarbeitende Unternehmen während der Produktion über die Schulter schauen lassen, fördern sie Transparenz und stärken das Vertrauen in ihre Produkte. Vier Bio-Unternehmen berichten über ihre Erfahrungen mit einer "gläsernen Produktion".

Unternehmen, die ökologische Lebensmittel verarbeiten, sind bestrebt die Umwelt zu schonen, gesellschaftliche Schäden zu vermeiden und die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten zu fördern. Die Bio-Produkte sollen also ein Bestandteil einer gesunden Lebens- und Ernährungsform sein, so schreibt es die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) e.V. in ihrem Positionspapier zur Lebensmittelqualität. Die Verarbeitung und damit einhergehende Prozessqualität der Produkte spielen dabei eine große Rolle.

Um dieses Qualitätsstreben und die Vorteile der Bio-Produkte auch den Kundinnen und Kunden zu vermitteln, bedarf es einer transparenten Arbeitsweise. Die Verarbeitung von Lebensmitteln ist heutzutage jedoch für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht unbedingt ersichtlich. Das Wissen darüber entsteht oftmals über die Bewerbung der Produkte und lässt Vorstellungen entstehen, die nicht unbedingt mit der Wirklichkeit übereinstimmen.

Transparenz durch eine gläserne Produktion

Die Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau ermöglichen Verbraucherinnen und Verbrauchern einen Zugang zur ökologischen Landwirtschaft. Um die Authentizität der Bio-Lebensmittelverarbeitung sichtbar zu machen, sollte für Verbraucherinnen und Verbraucher auch ein Zugang zur Lebensmittelverarbeitung geschaffen werden. Dafür bedarf es entsprechende Transparenz: Wo kommen die Rohstoffe her, welche in den Produkten verarbeitet werden? Wie werden die Produkte hergestellt? Welche Verfahren werden dabei genutzt und wie sieht das in der Praxis aus?

Eine Möglichkeit, diese Verbindung vom Lebensmittel zum Menschen herzustellen, ist eine sogenannte gläserne Produktion. Oekolandbau.de stellt im Folgenden vier Bio-Unternehmen vor, die sich hinter die Türen beziehungsweise Fenster schauen lassen und von ihren Erfahrungen mit einer gläsernen Produktion berichten.

Fünf Fragen an vier gläserne Bio-Unternehmen

Gläserne Produktion – Ein Konzept zur Erhöhung der Transparenz und zur Qualitätssicherung

Wie Walter Blitzer sagt, ist die Information von Kundinnen und Kunden eine Form der Qualitätssicherung für das Unternehmen. Informationen verleihen der Öffentlichkeit Wissen und ermöglichen kritisches Denken. Die hier aufgezeigten Konzepte zeigen, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, eine gläserne Produktion aufzubauen: Sichtfenster in die Produktionsräume, gläserne Gänge mit Betriebsführung oder offene Produktionsräume, in denen Interessierte empfangen und gleichzeitig informiert werden können. In einem sind sich die Verantwortlichen einig: Eine gläserne Produktion muss ernst gemeint und authentisch sein. Wer Lust hat, sich der interessierten, aber auch kritischen Öffentlichkeit zu öffnen, wird viele spannende Momente erleben und eine ganz neue Möglichkeit finden, um die Beziehung zu Kundinnen und Kunden zu vertiefen.


Letzte Aktualisierung 24.03.2021

Betriebsmittelliste Öko-Verarbeitung

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