Gemeiner Windhalm (Apera spica-venti)

Gemeiner Windhalm (Apera spica-venti)

Schadwirkung

Gemeiner Windhalm tritt in fast allen Ackerkulturen, insbesondere im Wintergetreide auf. Im Vergleich zum konventionellen Anbau (bei Massenauftreten sehr konkurrenzstark) ist er im ökologischen Landbau seltener verbreitet.

Biologie in Kürze

Familie: Poaceae (Süßgräser), Gramineae

Gemeiner Windhalm ist ein sommereinjähriges und einjährig-überwinterndes, büschelig wachsendes Rispengras.

Das zarte Keimblatt ist lang, schmal, kurz zugespitzt und korkenzieherartig gewunden. Es gibt keinen Mittelnerv.

Die jüngsten Blätter sind gerollt. Die flachen, rauen Blätter sind schraubenförmig gedreht und unbehaart. Die drei bis zehn Millimeter langen Blatthäutchen sind regelmäßig tief gefranst. Der Blattgrund besitzt keine Öhrchen.

Die Blütezeit liegt im Sommer. Die einblütigen, begrannten Ährchen befinden sich in großen, lockeren Rispen, die sich nach der Blüte astförmig ausbreiten. Die Deckelspelze ist rau.

Die Keimung erfolgt ab zwei Grad vorwiegend im Herbst, jedoch auch im Frühjahr an der Oberfläche (bis maximal ein Zentimeter Tiefe). Gemeiner Windhalm gilt als Zeigerpflanze für mäßig saure Böden.

Spezifische Regulierungsstrategien

  • Konsequenter Anbauwechsel von Blatt- und Halmfrüchten führt langfristig zur Reduzierung des Gemeinen Windhalms
  • Reduzierung des Anteils an Winterung zugunsten der Sommerung
  • Späte Aussaattermine für Wintergetreide
  • Rispen von Windhalm auf Grenzstandorten im Weizenanbau sind etwa zwei- bis dreimal so hoch verglichen mit Roggen
  • Wendende Bodenbearbeitung mit dem Pflug

Letzte Aktualisierung 24.04.2018

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