Quinoa

Quinoa

Quinoa (Chenopodium quinoa) ist erst seit den 2000er Jahren so richtig auf dem deutschen Markt angekommen. Quinoa gehört zusammen mit dem Amaranth zur Familie der Gänsefußgewächse wie unsere Rote Bete. Quinoa ist die Kulturpflanze der Anden-Indianer, die dort bereits seit etwa 6000 Jahren kultiviert wird. In den Heimatländern wird Quinoa bis in eine Höhe von über 3000 Metern angebaut.

Quinoa zeichnet sich durch einen hohen Eiweißgehalt mit guter Zusammensetzung an essentiellen Aminosäuren aus. Es ist reich an Mineralstoffen, insbesondere Kalzium und Eisen.

Quinoa ist an sich nicht backfähig. Es kann als Einlage für Weizenteige oder Roggenteige verwendet werden. Vorbereitet als Brühstück trägt eine solche Zugabe zur Frischhaltung des Gebäckes bei. Der Einsatz von nicht verquollenen Körnern wird nicht angeraten. Quinoa muss vor der Verwendung durch Überbrühung entbittert werden.

Bei der Auslobung mit dem Begriff Quinoa sind die Leitsätze für Brot und Kleingebäck zu beachten. Ein "Quinoabrot" muss mindestens 20 Prozent Quinoa enthalten.

Quinoa wird in den Heimatländern hauptsächlich als verquollene Körner wie Reis genossen. Dort wird jedoch auch aus dem Mehl eine Art Brot hergestellt, mit dem Namen "Kispina". Weiterhin werden aus dem Mehl traditionell Kekse hergestellt in einer Mischung aus 60 Prozent Quinoamehl und 40 Prozent Weizenmehl. Mit einem 40 prozentigen Quinoaanteil lassen sich auch Nudeln herstellen.

In einigen Ländern wurde Quinoa zum Aufmischen der Eiweißqualität in Bezug auf die Nahrungsqualität und das Backergebnis eingesetzt. Zum Beispiel wurde in Bolivien mit einer Zugabe von fünf bis zehn Prozent Quinoamehl zu Weizenmehl eine Verbesserung des Gebäckvolumens erreicht.


Letzte Aktualisierung 04.09.2020

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