Amaranth

Amaranth

Amaranth (Amaranthus caudatus) wurde als Pseudo-Getreide sowohl in Asien als auch in Lateinamerika und Afrika angebaut. In der Regel kommt heute die früher weit verbreitete Pflanze nur noch in Extremlagen tropischer Hochländer vor (in Höhen von 2500 bis 3500 Meter).

In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts erlebte der Amaranth eine Renaissance, als Wissenschaftler seine bedeutenden Eigenschaften als Nahrungsmittel nachwiesen. Seither gibt es eine Vielzahl von neuen Züchtungen.

Unter den ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten fällt sein herausragender Eiweißgehalt von 16 bis 18 Prozent auf. Dieser hohe Eiweißgehalt geht einher mit einer hervorragenden Eiweißqualität. Gegenüber den üblichen Getreidearten enthält Amaranth besonders reichlich Mineralstoffe, insbesondere Eisen, Calcium sowie Magnesium.

Amaranth an sich ist nicht backfähig. Es kann als Einlage für Weizenteige oder Roggenteige verwendet werden. Vorbereitet als Brühstück trägt eine solche Zugabe zur Frischhaltung des Gebäckes bei. Der Einsatz von nicht verquollenen Körnern wird nicht angeraten. Bei der Auslobung mit dem Begriff Amaranth müßten nach den Leitsätzen für Brot und Kleingebäck mindestens 20 Prozent Amaranth enthalten sein.

Die wichtigste traditionelle Verwendung von Amaranth ist als verquollene Körner in ähnlicher Darreichung wie Reis. In den Heimatländern werden jedoch auch schon seit vielen Generationen Mehle aus Amaranth hergestellt. In neueren Untersuchungen wurde Amaranth-Mehl als Zugabe zu Weizen, Mais und Reismehl getestet, für die Herstellung von Nudeln und Tortillas und weiteren ähnlichen Erzeugnissen. Weiterhin fanden Tests statt Amaranth zur Herstellung von Proteinkonzentraten und als Getränke in Mischung mit Milch. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten des Einsatzes, jedoch wurden nur wenige kommerziell erfolgreich umgesetzt. Insbesondere gepoppte Produkte haben auf dem europäischen Markt in Müslimischungen eine Bedeutung erlangt.


Letzte Aktualisierung 04.09.2020

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