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Schädlinge im Garten? Vorbeugen statt spritzen!

Kein Garten bleibt von Schädlingen verschont. Aber es gibt viele Wege, den Schaden zu begrenzen: mit cleverer Pflanzenauswahl und dem Anlocken von Nützlingen. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) gibt Tipps, wie Schädlinge in Schach gehalten werden können.

Logo BLE - Schädlinge im Garten? Vorbeugen statt spritzen!

Auch in einem naturnahen und nützlingsreichen Garten kommen Schädlinge vor – doch sie können sich dort nicht stark verbreiten. Bevor sie in großer Zahl schädlich werden, können Nützlinge sie beseitigen. Clevere Gärtnerinnen und Gärtner unterstützen daher Nützlinge, indem sie ihnen gute Lebensbedingungen im Garten bieten. Dazu gehören Nahrung, Nistplätze und Verstecke.  

Verstecke aus Tontöpfen sind einfach selbst herzustellen 

Viele nützliche Insekten wie Florfliegen oder Weichkäfer werden von Doldenblütlern angelockt, dazu gehören zum Beispiel wilde Möhren und Pastinaken. Wichtig für Vögel, Igel und Insekten sind neben der Nahrung auch Tränken, besonders in trockenen Sommern. Ohrwürmer verstecken sich gern in mit Holzwolle gefüllten und umgedreht aufgehängten Tontöpfen. Damit Nützlinge wie Igel, Kröten und Molche Zugang zum Garten finden, sollten Gartenzäune so aufgestellt werden, dass die Tiere durchschlüpfen können. 

Richtige Standortwahl und Abdeckungen beugen vor

Auch im Beet selbst lassen sich Vorkehrungen gegen Schädlingsbefall treffen. Grundlage ist der richtige Standort. Die meisten Gemüsekulturen bevorzugen vollsonnige Plätze, einige wachsen aber besser an schattigen Standorten. Auch gedeihen die Pflanzen je nach Bodenfeuchte und Bodenart unterschiedlich gut. Und je besser die Bedingungen für eine Pflanze sind, umso besser kann sie sich selbst gegen Schädlinge wehren. Hilfsmittel, um Schädlinge abzuwehren sind zum Beispiel Vliesabdeckungen, Vogelschutznetze und Schneckenzäune.  

Obstbäume: Pflanzloch eindrahten und Kronen luftig schneiden

Werden Obstbäume gepflanzt, sollte man das Pflanzloch mit Draht auskleiden, so dass Wühlmäuse nicht an die Wurzeln gelangen können. Auch ein regelmäßiger und fachgerechter Schnitt hilft, die Bäume gesund zu erhalten. Dabei werden Krankheiten wie Echter Mehltau und Schorf gemindert. Wie das geht, zeigt das BZL in kurzen Videos auf YouTube.

Sollte es trotz vorbeugender Maßnahmen einmal zum Schädlingsbefall kommen, lohnt sich die Überlegung, ob sich der Schädling erfolgreich mit Gegenspielern bekämpfen lässt. Welche das sein können, beschreibt das BZL in seiner Broschüre "Nützlinge im Garten". Darin werden wichtige Insekten und Kleintiere aufgeführt, die helfen, Gartenpflanzen gesund zu halten. Bestellung oder kostenfreier Download im BLE-Medienservice.

Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

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