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Neues Bio-Recht: BÖLW begrüßt starke Signale für Verschiebung

"Die deutsche Bio-Branche begrüßt es sehr, dass sich die EU-Staaten – vor allem auch Deutschland – und der Agrarausschuss des Europaparlaments mitsamt den zuständigen Berichterstattern für eine Verschiebung des Bio-Rechts stark machen", kommentiert Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die Nachrichten aus Brüssel.

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Dass die Anwendung der neuen EU-Öko-Verordnung, die vergangenes Jahr in Kraft trat, erst ein Jahr später (ab 1.1.2022) gelten soll, ist aufgrund von Corona notwendig. Denn die Folgen der Virus-Krise machen den ohnehin knappen und in Verzug geratenen Zeitplan der EU-Kommission, nach dem die Detailregelungen fertig gestellt werden sollten, vollends unmöglich.

Die EU-Kommission hat das alleinige Recht, eine Änderung der Öko-Verordnung vorzuschlagen. Der EU-Gesetzgeber ist deshalb am Zug, das Votum von EU-Staaten und -Parlament aufzugreifen und einen entsprechenden Vorschlag abstimmen zu lassen.

Eine Verschiebung gibt den Verhandelnden Zeit und Gelegenheit, die noch ausstehenden Rechtsakte mit der notwendigen Gründlichkeit abzuschließen. Auf der Agenda stehen weiterhin sehr wichtige Themen wie die Öko-Kontrolle, Importe oder auch der Umgang mit Kontaminationen. "Schnellschüsse sollten verhindert werden, Qualität muss vor Geschwindigkeit gehen", gibt der BÖLW-Geschäftsführer zu bedenken.

Auch Behörden, Kontrollstellen und Bio-Betriebe, welche die neuen Regeln auslegen, umsetzen oder kontrollieren müssen, hätten durch eine Verschiebung die Möglichkeit, sich mit ausreichendem Vorlauf darauf einzustellen – und können aktuell mit aller Kraft die Corona-Krise bewältigen, was für den systemrelevanten Sektor viel Arbeit bedeutet.

"Bis das neue Bio-Recht angewendet werden muss, gelten die bewährten Regeln der bestehenden Öko-Verordnung", so Röhrig abschließend.

Mehr Informationen zum neuen Bio-Recht finden Sie auf der BÖLW-Homepage.

Quelle: Pressemitteilung BÖLW

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