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Den Boden wertschätzen: Schulklasse besucht Forschungsstation

Exkursionstag hieß es am Mittwoch, 4. Dezember 2019, für 20 Schülerinnen und Schüler der Q1 des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Meckenheim. Ihr Ziel: Die Lehr- und Forschungsstation Frankenforst der Universität Bonn. Ihre Mission: Die im Erdkundeunterricht erworbenen Kenntnisse zum Thema "Boden" in der Praxis wiederfinden und vertiefen.

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"Landwirtschaftliche Strukturen in verschiedenen Klima- und Vegetationszonen" ist das derzeitige Thema, das die Schülerinnen und Schüler beschäftigt. "Gerade im Fach Erdkunde, in dem es um den Raum in seinen vielfältigen Erscheinungen geht, sind Exkursionen ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts", sagte Barbara Suwelack, Lehrerin am Gymnasium.

Boden sehen, fühlen, riechen

Dass der Boden für die landwirtschaftliche Produktion eine zentrale Rolle spielt, erfuhren die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer mit allen Sinnen: Durch Tasten, Sehen und Riechen konnten sie verschiedene Böden auf ihre landwirtschaftliche Eignung beurteilen. Außerdem hatte das Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) der Universität Bonn Bodenprofile vorbereitet, die den Schülerinnen und Schülern einen Blick unter die Erdoberfläche erlaubten. Hier fanden sich noch gut erkennbar die Spuren der Trockenheit. "Ich hätte nicht gedacht, dass das Wasser gar nicht so tief in den Boden eindringt, obwohl es ja in den letzten Tagen so viel geregnet hat", sagte einer der Schüler.

Multitalent Boden

Dass der 5. Dezember zum "Weltbodentag" ernannt wurde, unterstreicht, wie wichtig der Boden als natürliche Ressource ist. Den Wissenschaftlern auf Gut Frankenforst war es besonders wichtig, die Wasserspeicher- und -filterfunktion des Bodens anzusprechen. "Unsere Böden speichern Niederschläge und tragen damit maßgeblich zum Hochwasserschutz bei. In Trockenperioden speichern sie Wasser und stellen es den Pflanzen zur Verfügung. Außerdem filtern sie das Niederschlagswasser und geben es gereinigt an das Grundwasser weiter", erklärte Dr. Stefan Pätzold, Bodenwissenschaftler an der Universität Bonn, den Oberstufenschülerinnen und -schülern.

Gute Zusammenarbeit verbindet Theorie und Praxis

Der Besuchstag in der Lehr- und Forschungsstation anlässlich des Weltbodentages wurde vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) initiiert. Das BZL unterstützt die Bildungsarbeit in Schulen und den Wissenstransfer in Öffentlichkeit und Praxis. Mit eigenen Unterrichtsmaterialien, Informationsheften und Internet-Inhalten – auch als Youtube-Videos – trägt es dazu bei, die Wahrnehmung für dieses existenzielle Thema "Boden" ins Bewusstsein zu rücken und ressourcenschonendes Handeln zu fördern.

Quelle: BLE

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