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Bundesweites Wetteifern für Bienen

Seit dem Start des Pflanzwettbewerbs "Wir tun was für Bienen" Anfang April sind über 30 Beiträge registriert und online veröffentlicht, wie die Stiftung für Mensch und Umwelt mitteilt. Doch was tun, wenn man voller Tatendrang ist und keine Pflanzideen hat?

Logo wir tun was für Bienen

In den letzten Wochen haben die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Wettbewerbsbeiträge auf der Homepage des Wettbewerbs hochgeladen. "Wir hoffen, dass viele Menschen Lust haben, etwas Sinnvolles und Schönes in dieser merkwürdigen Zeit zu tun und ihre Gärten insektenfreundlich bepflanzen", so Dr. Corinna Hölzer, Initiatorin des Pflanzwettbewerbs, der schon seit 2016 läuft und weit über 100 Hektar Naturgarten hervorbrachte.

Der Clou beim Wettbewerb

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer pflanzen vor Ort und teilen schon während der Wettbewerbsphase ihre Bilder von der noch nicht umgestalteten Fläche und von den anschließenden Aktivitäten im Garten: Blumenbeete, Steine, Totholz, Wasserstellen, Hecken und Wiesen sind alljährlich das herrliche Ergebnis. Der Jury ist wichtig, dass die online gestellten Wettbewerbsbeiträge Freude am Tun darstellen, damit der Funke auf andere überspringt. Die eigentlichen Gewinner sollen die Wildbienen und damit auch viele andere Tiere sein! Hölzer denkt, dass auf diese Weise auch in Coronazeiten sehr schön Gemeinschaft für die gute Sache erlebt werden kann. Das Verbinden der Gartenarbeit mit den digitalen Medien gibt jetzt die Chance auf eine großartige, bundesweite Positiv-Aktion. Jede und jeder kann etwas gegen den Insektenschwund tun – jetzt!

Dass sich innerhalb kürzester Zeit etwas tut, bringt Manuela Meyer, eine der Gewinnerinnen des Pflanzwettbewerbs 2018, auf den Punkt: "Unser Garten hat sich in diesem Jahr so verändert! Mit der Veränderung ist ein Leben eingezogen, wie ich es nie zuvor kannte".

Teilnahmebedingungen an Corona-Situation angepasst

Bienen- und Naturfreundinnen und -freunde finden unter auf der Wettbewerbs-Homepage weitere Details. Wer teilnehmen möchte, reicht bis zum 31. Juli 2020 Fotos und Berichte zu seiner Aktion ein. Gartenfreundinnen und -freunde nehmen in allen acht Kategorien als Einzelperson (anstatt als Gruppe) teil. Davon ausgenommen sind Personen aus dem gleichen Haushalt; sie dürfen als Gruppe gemeinsam pflanzen. Es winken Geldpreise im Wert von bis zu 400 Euro.

Jetzt vermehrt digitale Medien nutzen

Die 7-köpfige Jury bewertet Neupflanzungen und Umgestaltungen, wobei sie ein besonderes Augenmerk auf die Verwendung heimischer Pflanzenarten legt. Weitere Punkte vergibt sie für das Anlegen von Strukturen wie Trockenmauern. Auch die "Strahlkraft" der Projekte beurteilt sie. Natürlich laufen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dieses Mal unter anderen (Corona)Vorzeichen. Mit Kreativität können die digitalen Medien aber helfen, Menschen zusammenzubringen, obwohl sie nacheinander, und nicht gemeinsam wie bei den vorherigen Wettbewerben, neue Naturräume auf ausgewählten Flächen schaffen!

Über die Initiative

Unter dem Dach von "Deutschland summt!", eine Initiative der Stiftung für Mensch und Umwelt, sind inzwischen 32 Städte und Landkreise vernetzt. Sie schafft seit dem Jahr 2010 viel Aufmerksamkeit für Bienen und Stadtnatur. Am Beispiel der Wild- und Honigbienen ist es möglich, den Menschen den Rückgang der biologischen Vielfalt vor Augen zu führen. Die Initiative möchte Menschen inspirieren, mobilisieren und anregen, selbst aktiv zu werden. Es ist dringend notwendig, heimische Bienenarten wie Hosenbiene und Seidenbiene zu schützen. Von den ursprünglich 585 Wildbienenarten sind bereits 39 ausgestorben. Der Pflanzwettbewerb 2019 in Zahlen: Mehr als 250 Gruppen, insgesamt 3.300 Aktive, 18 Gewinnerinnnen und Gewinner in sieben Kategorien und eine bepflanzte Fläche von 50 Hektar (fast 70 Fußballfelder). Mehr über die Initiative auf der Homepage von Deutschland summt!.

Über die Stiftung für Mensch und Umwelt

Die Stiftung für Mensch und Umwelt ist eine gemeinnützige, private Stiftung mit Sitz in Berlin. Sie ist eine unselbstständige Körperschaft, aber operativ tätig. Rechtlich befindet sie sich in "Treuhänderschaft" des Umweltforums für Aktion und Zusammenarbeit e.V. (Berlin). Die Stiftung wurde im Jahr 2010 von Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer gegründet und ist operativ tätig, realisiert also eigene Projekte. Zweck der Stiftung ist der Schutz der Umwelt und Natur, besonders seiner natürlichen Ökosysteme mit ihrer biologischen Vielfalt und ihren natürlichen Ressourcen als Grundlage allen Lebens. Bekannt ist sie vor allem durch Deutschland summt!. Mehr Informationen auf der Homepage der Stiftung.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Mensch & Umwelt (PDF-Dokument)

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