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BIOFACH-Bilanz: Bio-Branche als starke Gemeinschaft – auch in Krisenzeiten

13.800 Fachbesucherinnen und Fachbesucher sowie 1.442 Aussteller aus aller Welt zog es auf das eSPECIAL der BIOFACH, der Weltleitmesse für Bio-Produkte. In den drei Messetagen diskutierte die internationale Bio-Branche auf hunderten Sessions des hauseigenen Kongresses aktuelle Themen von Bio-Recht über -Markt- und -Handelsthemen bis zu -Produktneuheiten.

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Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist nationaler, ideeller Träger der Messe. Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bio-Spitzenverbandes, zieht Bilanz:

"Gemeinsam mit vielen Gästen aus Forschung, Politik, Behörden und Zivilgesellschaft diskutierte die internationale Bio-Bewegung, wie mit Bio eine nachhaltige Zukunft gelingt. Im eSPECIAL der BIOFACH ging es sehr lebhaft, innovativ, engagiert und international zu. Das machen die 400.000 Chatnachrichten, über 10.000 bilaterale Video-Meetings und 775 Kongressbeiträge und Ausstellerpräsentationen an drei Veranstaltungstagen mehr als deutlich!

Bei ihrer 32. Ausgabe und digitalen Premiere präsentierte sich die BIOFACH einmal mehr als Messe-Toprunner und vielfältiger Branchen-Treffpunkt der internationalen Ökologischen Lebensmittelwirtschaft. Die Bio-Branche zeigte sich auch im digitalen Format der Weltleitmesse als Impulsgeber für den notwendigen Umbau von Landwirtschaft und Ernährung. Vom Acker bis ins Regal präsentierten Öko-Unternehmen, wie Ökonomie und Ökologie erfolgreich Hand in Hand gehen.

Tausende Kongressteilnehmende diskutierten das Schwerpunktthema "Shaping Transformation. Stronger. Together" und viele weitere Themen, die die Bio-Bewegung in Deutschland und der Welt beschäftigen.

Bio boomte 2020 an der Ladenkasse wie noch nie. 14,99 Milliarden Euro Umsatz zeigen, dass die Menschen immer mehr auf gesunde und umweltfreundliche Lebensmittel setzen und sich deshalb für Bio entscheiden. Immer mehr Bio-Bäuerinnen, Öko-Hersteller und -Händlerinnen sorgen dafür, dass immer mehr Kundinnen und Kunden zu immer mehr heimischen Bio-Lebensmitteln greifen können. Auch im Corona-Jahr nutzten viele Höfe die Bio-Chance stellten auf Öko-Landwirtschaft um – wenn auch längst nicht genug, damit Deutschland seine selbstgesteckten Bio-Ziele erreicht. Auch mit den über 120.000 Fußballfeldern neuen Bio-Flächen schützen Bio-Bäuerinnen unser Wasser, Bienen und Klima. Viele neue Bio-Lebensmittelhersteller sorgten für hohe, nachhaltige Qualität und Vielfalt vom Brot bis zum Bier. Immer mehr Händlerinnen vom Naturkostfachhandel bis Online verbessern die Verfügbarkeit von Bio in allen Geschäften.

Europa setzt das 25 Prozent Bio-Ziel bis 2030. Deutschland wird das nur erreichen, wenn die Bundesregierung ihre Politik konsequent auf Bio ausrichtet und klare Signale in Richtung der Unternehmen sendet. Aktuell sind insbesondere die Bäuerinnen und Bauern verunsichert, weil es zwar Bio-Ziele gibt, aber das Handeln seitens der Bundesregierung nicht konsequent darauf ausgerichtet ist. Besonders wichtig ist, dass Bundesagrarministerin Klöckner bei der Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik die Weichen in Richtung enkeltaugliche Landwirtschaft stellt und über ihr Ressort hinaus Bio zur Aufgabe der gesamten Bundesregierung wird.

Wichtig bleibt ein starkes Engagement Deutschlands bei den Verhandlungen für das neue EU-Bio-Recht, was ab 2022 abgewendet werden wird. Bei der Außer-Haus-Verpflegung und bei der Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten ist das besondere Engagement der Bundesregierung gefragt."

Quelle: Pressemitteilung des BÖLW

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