Schalottenblattlaus

Schalotten- oder Zwiebelblattlaus

Myzus ascalonicus (Doncaster), Familie: R├Âhrenblattl├Ąuse

Schadbildbeschreibung

Vor allem im Gew├Ąchshaus, im Sommer vereinzelt auch im Freiland, treten die Zwiebelblattl├Ąuse an Allium-Arten und anderen Kulturpflanzen auf. Sie sind vor allem am St├Ąngel- und Blattgrund zu finden und sorgen durch ihre Saugt├Ątigkeit f├╝r Verf├Ąrbungen sowie Verdrehungen und Kr├Ąuselungen der Blattstiele und Bl├Ątter.

Die ausgewachsenen, fl├╝gellosen L├Ąuse sind blass gr├╝nbraun bis gelb mit blassbraunen Beinen, Antennen und Hinterleibsr├Âhren. Ihr K├Ârper ist eif├Ârmig und stark gew├Âlbt. Nur die Spitzen der Beine und Antennen sind schwarz. Die Hinterleibsr├Âhren sind recht kurz und zur Spitze hin leicht angeschwollen. Das Schw├Ąnzchen am hinteren K├Ârperende ist kurz.

Biologie in K├╝rze

Gefl├╝gelte sind mit 1,3 bis 2,4 Millimeter K├Ârperl├Ąnge etwas gr├Â├čer und haben einen schwarzen Fleck auf dem Hinterleib sowie schwarze, keulenf├Ârmige Hinterleibsr├Âhren und Schw├Ąnzchen.

├ähnliche Sch├Ądlinge

An Zwiebelgew├Ąchsen tritt auch die gr├╝ne Gepunktete Gew├Ąchshausblattlaus auf. Sie ist gelbgr├╝n mit dunkelgr├╝nen Flecken auf dem Hinterleib.

Durch das breite Wirtspektrum sind an weiteren Kulturen vielf├Ąltige Verwechslungsm├Âglichkeiten mit ebenfalls gr├╝nlichen Blattl├Ąusen gegeben, zum Beispiel mit Kartoffelblattl├Ąusen, Gurkenblattl├Ąusen, der Gr├╝nen Pfirsichblattlaus, und an Salat mit der Gro├čen Johannisbeer-Blattlaus.

Schadwirkung

Die Schalottenblattlaus tritt neben Zwiebelgew├Ąchsen an einer Vielzahl von Pflanzenarten auf, darunter Salat, Kartoffeln, Erdbeeren, Kohlarten und viele Zier- und Wildpflanzen.

Biologie in K├╝rze

Die k├Ąltetoleranten Blattl├Ąuse ├╝berwintern als Larven oder adulte Tiere vor allem im Gew├Ąchshaus, selten auch im Freiland, in Verstecken an der Pflanze. Es werden in unseren Breiten keine Geschlechtstiere und Eier produziert, die Vermehrung erfolgt nur ungeschlechtlich. Im Fr├╝hjahr erscheinen gefl├╝gelte Formen und sorgen von April bis Juni f├╝r die Ausbreitung der Population auf andere Pflanzen. Im Herbst (Oktober) tritt meist eine weitere gefl├╝gelte Generation auf, mit der wiederum eine Abwanderung erfolgt.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Ma├čnahmen

  • fr├╝he Aussaat
  • Fruchtwechsel beachten
  • Kulturschutznetze (Maschenweite bis 0,5 mm)
  • Anlegen von Bl├╝hstreifen zum Anlocken von Schwebfliegen und Saumstrukturen f├╝r die ├ťberwinterung und F├Ârderung vielf├Ąltiger Blattlausgegenspieler

Biologische Bek├Ąmpfung durch N├╝tzlinge

Im Gew├Ąchshaus kann der Einsatz von N├╝tzlingen, zum Beispiel Blattlausschlupfwespen, R├Ąuberischen Gallm├╝cken, Florfliegen, Schwebfliegen und Marienk├Ąfern, erfolgen.

Direkte Bek├Ąmpfung durch zugelassene Pflanzenschutzmittel

Derzeit sind in verschiedenen Gem├╝sen Pflanzenschutzmittel auf Basis folgender Wirkstoffe zugelassen:

  • Kaliseife
  • Raps├Âl
  • Pyrethrine mit Raps├Âl haben gleichzeitig einen sch├Ądigenden Nebeneffekt auf N├╝tzlinge, ihre Anwendung sollte daher m├Âglichst vermieden werden.

Zus├Ątzlich k├Ânnen in Zwiebelgem├╝sen eingesetzt werden:

  • Pflanzenschutzmittel auf Basis von Niem (Wirkstoff Azadirachtin) wirken als Fra├čgift spezifisch und schonen N├╝tzlinge.

Bitte ├╝berpr├╝fen Sie unbedingt die aktuelle Zulassung und Anwendungsbestimmungen, z. B. unter www.pflanzenschutz-information.de!

 

Letzte Aktualisierung 09.12.2019

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