Gepunktete Gewächshausblattlaus

Gepunktete Gewächshausblattlaus

Myzus ornatus (Laing), Familie: Röhrenläuse

Schadbildbeschreibung

Die Gepunktete Gewächshausblattlaus ist eine sehr kleine Blattlaus mit 1,0 bis 1,8 Millimeter Länge. Ungeflügelte sind schmutziggelb bis gelbgrün mit kleinen braunen Rückenflecken. Die Fühler erreichen etwa die Hälfte der Körperlänge. Die Larven sind hell grünlichweiß. Geflügelte Formen sind an Brust, Kopf, Fühlern und Beingelenken schwarz und haben schwarze Flecken auf dem Hinterleib.

Schäden der Gepunkteten Gewächshausblattlaus zeigen sich ab Juli an den Jungpflanzen in Form von Verdrehungen, Wölbungen und Krümmungen junger Blätter. An größeren Pflanzen kommt es zu Blattrollungen und -kräuselungen, bei starkem Befall auch zu Vergilben und vorzeitigem Absterben der Blätter.

Ähnliche Schädlinge

Die Gepunktete Gewächshausblattlaus kommt häufiger in Blattlauskolonien aus gemischten Arten vor und kann dort schwer ausfindig zu machen sein.

An Petersilie:

Die Grünfleckige Kartoffelblattlaus ist grün ohne Flecken, ihre Fühler sind mehr als körperlang. (Sie tritt an vielen Gemüsekulturen, Petersilie, Kartoffeln und Rüben auf.

Die Gierschblattlaus kann ebenfalls Petersilie befallen, sie ist eher kräftig grün ohne Flecken und hat sehr kurze Fühler.

Die etwas kleinere Grüne Pfirsichblattlaus kann in grünen bis rosafarbenen Tönen vorkommen. Ihre Fühler sind fast so lang wie der Körper. Sie befällt sehr viele Kulturen.

Schadwirkung

Die Gepunktete Gewächshausblattlaus befällt eine Vielzahl von Pflanzenarten. An Kreuzblütlern, Kürbisgewächsen, Zwiebelgewächsen und einigen Kräutern wie Petersilie stellt sie einen wichtigen Schädling dar. Sie befällt auch Erbse, Sojabohne und Erdbeere sowie viele Zierpflanzen, insbesondere im Gewächshaus. Sie überträgt Viren.

Biologie in Kürze

Die Gepunktete Gewächshausblattlaus wechselt nicht die Wirte zwischen Sommer und Winter. Sie kommt nur in weiblicher Form vor und vermehrt sich nur ungeschlechtlich.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Vermeidung weiterer Wirtspflanzen der Blattläuse (z. B. Unkräuter) in der Nähe der Bestände sensibler Kulturen,
  • frühe Aussaat (Wachstumsvorsprung),
  • Anlegen von Blühstreifen zum Anlocken von Schwebfliegen.

Biologische Bekämpfung mit Nützlingen

Im Gewächshaus kann der Einsatz von Nützlingen, z. B. Blattlausschlupfwespen, Räuberischen Gallmücken, Florfliegen, Schwebfliegen und Marienkäfern, erfolgen.

Direkte Bekämpfung durch zugelassene Pflanzenschutzmittel

Vor der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sollten die Blattlauskolonien auf das Vorhandensein natürlicher Gegenspieler und Verpilzung kontrolliert werden. Auch die Pflanzenentwicklung und der zu erwartende Witterungsverlauf sind für die Anwendungsentscheidung zu berücksichtigen.

Derzeit sind in Deutschland Pflanzenschutzmittel auf der Basis folgender Wirkstoffe einsetzbar:

  • Niem ist an bestimmten Gemüsearten, Frischen Kräutern und Arzneipflanzen anwendbar

  • Rapsöl erzielt eine Teilwirkung gegenüber Blattläusen.

  • Kali-Seife: Keine herkömmliche Haushaltsschmierseife verwenden. Frühe Anwendung beachten.

  • Pyrethrine mit Rapsöl: Dieses Kontaktgift kann Nützlinge schädigen und sollte daher sparsam eingesetzt werden.

Überprüfen Sie bitte unbedingt die aktuelle Zulassung und Anwendungsvorschriften, z. B. auf www.pflanzenschutz-information.de!

Letzte Aktualisierung 09.12.2019

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