Blattkäfer

Blattkäfer (Chrysolina hyperici)

Schadbildbeschreibung

Vom Blattrand ausgehend verursachen die Käfer und Larven buchtenförmige Fraßstellen. Teilweise befressen sie auch Kelch- und Kronblätter der Blüten. Bei starkem Befall kommt es zu Skelettierfraß. Auch an den Wurzeln können die Larven fressen. Zudem verbreiten die Käfer die Johanniskrautwelke, indem sie an ihren Extremitäten und Antennen die Konidien des Pilzes von infizierten auf gesunde Pflanzen tragen.

Biologie in Kürze

Die Käfer haben einen kurzen Körper mit hochgewölbten Flügeldecken, sind metallisch rot, blau oder grün glänzend und fünf bis sieben Millimeter lang. Die Larven weisen eine schmutzig orange Färbung sowie eine braune Kopfkapsel auf.

Die adulten Käfer findet man ab August. Nach der Paarung legen sie im Herbst ihre länglichen, orangefarbenen Eier einzeln oder in Gruppen an die Blattunterseiten. Die Überwinterung erfolgt überwiegend in Form der Eier, sie können aber auch als Larve oder Imago überwintern.

Geschlüpfte Larven fressen vorwiegend in der Dämmerung an den Pflanzen und verstecken sich tagsüber am Boden. Im Sommer verkriechen sich die Käfer zur Diapause im Boden. Dort erfolgt ab Juni die Verpuppung.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Abdeckung mit Kulturschutznetzen oder -vliesen,
  • Fruchtwechsel beachten.

Direkte Maßnahmen / zugelassene Pflanzenschutzmittel

Das Absammeln der Larven oder Zerdrücken von Eigelegen kann den Besatz reduzieren.

In Deutschland sind Pflanzenschutzmittel auf der Basis von Pyrethrinen und Rapsöl zugelassen.

Letzte Aktualisierung 22.10.2010

Praxisleitfaden

Cover der Broschüre

Krankheiten und Schädlinge im Arznei- und Gewürz-pflanzenanbau

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