Falscher Mehltau

Falscher Mehltau (Peronospora lamii)

Schadbildbeschreibung

Der Erreger hat gro├če Beutung im Topf- und Schnittanbau von Basilikum.
Seit 2003 erfolgt eine starke Ausbreitung in den Best├Ąnden. Der Befall kann innerhalb weniger Tage zum Totalausfall f├╝hren.

Zu Befallsbeginn sind fahlgr├╝ne, bleiche, gelbe Flecken (Chlorosen) auf der Blattoberseite zu sehen, die oft von der Mittelrippe ausgehen. Im weiteren Verlauf der Infektion breiten sich die Chlorosen aus, und es entstehen erste braune Flecken. Bei hoher Luftfeuchtigkeit bildet sich auf der Blattunterseite ein gr├Ąulich-violettbrauner Sporenrasen. Meist kommt es dann zur schnellen Ausbreitung im Bestand, und die Bl├Ątter sterben rasch ab. Bei rotlaubigen Sorten sind die Befallssymptome oft erst sp├Ąt zu erkennen. Bei kleinbl├Ąttrigen Sorten kommt es oftmals nicht zu den f├╝r Falschen Mehltau typischen Chlorosen auf der Blattoberseite.

Biologie in K├╝rze

Der Pilz bildet ├ťberdauerungsorgane (Oosporen) aus, die nach dem Auskeimen Sporangien freisetzen. Diese werden ├╝ber Wind, Luftbewegungen und Wasserspritzer (m├Âglicherweise auch ├╝ber das Saatgut) verbreitet. Die Infektion des Pflanzengewebes findet besonders bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad und bei ausreichender Feuchtigkeit statt. Die Sporen gelangen ├╝ber die Spalt├Âffnungen in die Pflanze und bilden dort ein Myzel aus. Dort entstehen die Konidientr├Ąger, die wieder aus den Spalt├Âffnungen herauswachsen und als dunkler Sporenrasen blattunterseits zu sehen sind. ├ťber die Konidien erfolgt die Massenverbreitung im Bestand. Konidien k├Ânnen bereits bei niedrigen Temperaturen von f├╝nf bis zehn Grad auskeimen. Weitere Wirtspflanzen sind Salbei, Bohnenkraut sowie andere Lippenbl├╝tler.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Ma├čnahmen

  • Geringe Bestandesdichten,
  • trockene Kulturf├╝hrung (Bew├Ąsserung von unten und m├Âglichst morgens bzw. wenige gr├Â├čere Wassergaben),
  • zeitlicher Abstand zu Folges├Ątzen,
  • Vermeidung von Taubildung im Gew├Ąchshaus (notfalls Trockenheizen, Einsatz von Ventilatoren),
  • ausgewogene N├Ąhrstoffversorgung (nicht zu stickstoffbetont, da sonst weiches Gewebe),
  • Betriebshygiene,
  • Befallskontrolle: sofortiges Entfernen befallener Pflanzen.

Direkte Ma├čnahmen / zugelassene Pflanzenschutzmittel

In Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen.

Letzte Aktualisierung 22.10.2010

Praxisleitfaden

Cover der Brosch├╝re

Krankheiten und Sch├Ądlinge im Arznei- und Gew├╝rz-pflanzenanbau

Download (Organic Eprints)

Nach oben