Bezugsquellen und Kosten

Kompostierungsanlagen und Preise

Öko-Betrieben, die sich für Kompost interessieren, wird empfohlen, sich für weitere Informationen an die für sie zuständigen Öko-Beraterinnen und -Berater zu wenden. Auskunft über die Verwendung von Biogutkompost im ökologischen Landbau gibt auch die Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. oder der Verband der Humus- und Erdenwirtschaft e. V. (siehe Weblinks weiter unten).

RAL-Deutschlandkarte

Die Bundesgütegemeinschaft Kompost hat in Zusammenarbeit mit dem EIP-Projekt "Bio-Kartoffeln mit Kompost" eine Karte entwickelt. Darauf sind alle Kompostierungsanlagen in Deutschland aufgeführt, die für den Ökolandbau zulässige Komposte liefern können. Anlagen, die Komposte speziell nach Bioland- oder Naturland-Richtlinien liefern können, sind darin mit roten oder gelben Pins gekennzeichnet. Anlagen, die nach FiBL-Betriebsmittelliste Komposte herstellen können, sind blau markiert.

Setzen Sie sich am besten vor einem beabsichtigten Kauf mit den entsprechenden Anlagenbetreibern in Verbindung und erfragen Sie Verfügbarkeit und Lieferkonditionen. Sie können sich von den Kompostierungsanlagen vorab Jahres- und Chargenzeugnisse schicken lassen und damit verschiedene Kompostqualitäten vergleichen (zum Beispiel Düngewert, Humuswert, Nährstoffgehalte, Fremdstoffe).

Kosten für Kompost aus dem Kompostwerk

Der Preis für Kompost in Ökolandbau-Qualität liegt zwischen drei und sechs Euro pro Tonne Frischmasse. Den Kompost kann die Landwirtin oder der Landwirt im Kompostwerk abholen oder anliefern lassen. Über die Höhe der Transportkosten entscheidet die Entfernung. Es wird mit Speditionskosten zwischen drei und sieben Euro pro Tonne Frischmasse gerechnet. Wird eine Lohnunternehmerin oder ein Lohnunternehmer mit dem Ausbringen beauftragt, fallen Kosten für Laden und Ausbringung von drei bis sechs Euro pro Tonne Frischmasse an. Die Gesamtkosten für Kauf und Ausbringen betragen damit zwischen zehn und 19 Euro pro Tonne Frischmasse. Je höher der Wassergehalt des Kompostes, desto höher sind – bezogen auf den Nähr- und Feststoffanteil des Kompostes – die Transport- und Ausbringungskosten.


Letzte Aktualisierung 08.01.2020

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