Steigende Selbstversorgung bei Bio-Äpfeln

Steigende Selbstversorgung bei Bio-Äpfeln

Die Nachfrage nach Bio-Äpfeln steigt kontinuierlich. Für die Saison 2018/19 standen Rekordmengen für den deutschen Markt zur Verfügung. Gleichzeitig werden weniger Bio-Äpfel importiert.

Bei Äpfeln nur noch 20 Prozent Importware

Für die Saison 2018/19 standen Rekordmengen an Bio-Äpfeln für den deutschen Markt zur Verfügung. Trotzdem befanden sich Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht, so die Einschätzung von Vermarktern zur steigenden inländischen Produktion. Die Verbraucherinnen und Verbraucher greifen bevorzugt zu deutschen Bio-Äpfeln, wenn diese ausreichend zur Verfügung stehen. So sind die Importraten im Wirtschaftsjahr 2018/19 auf ein historisches Tief gesunken. Gerade mal ein Fünftel der Bio-Äpfel kam aus dem Ausland. Im Jahr davor kamen 60 Prozent der Ware aus dem europäischen Ausland und aus Übersee. Importe aus Übersee, die sonst nach dem deutschen und europäischen Saisonende in großen Mengen nach Deutschland kamen, waren 2018/19 nahezu überflüssig.

Auch für das Wirtschaftsjahr 2019/20 wurde zunächst von kleineren Importmengen ausgegangen. Die geringere Bio-Apfelernte im Herbst 2019 und der über Monate hinweg sehr gute Absatz der deutschen Bio-Äpfel hat die Lagervorräte im Mai 2020 bereits weitgehend leergefegt. Anders als im Vorjahr, in dem die Räumung der alten Ernte übergangslos in die neue Pflücke überging, gibt es 2020 eine längere Angebotslücke. Zu Beginn des Jahres hat kaum jemand mit einer derart schnellen Räumung der deutschen Bestände gerechnet, so dass nicht ausreichend Ware aus Übersee geordert wurde und damit auch nicht bereitstehen wird.


Letzte Aktualisierung 09.06.2020

BÖLW – Branchenreport

Grafik: Weltkugel

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