Woche der Region im Naturkostladen

Woche der Region im Naturkostladen

Regionale Produkte und ihre Macher

  • Initiator/ Impulsgeber: Naturkosteinzelhandel
  • Akteure: Naturkosteinzelhandel, Biobäuerinnen und -bauern und Bioverarbeiter aus der Region
  • Zielgruppe: Kundschaft im Naturkostladen, Interessierte an Biolebensmitteln aus der Region
  • Zielsetzung: Die Botschaft "Bio ist regional" erlebbar machen/Vernetzung Erzeugung – Handel – Verbraucherinnen und Verbraucher erreichen
  • Teilnehmerzahl: Unbegrenzt/ bzw. limitiert durch den täglichen Ladendurchlauf
  • Jahreszeit: Prinzipiell zu jeder Jahreszeit durchführbar, am besten im Herbst (Erntedank) oder im frühen Sommer nach der Frühjahrsarbeit auf den Feldern und vor der Urlaubszeit
  • Zeitrahmen: Acht Wochen Planungszeit
  • Veranstaltungsdauer: Eine Woche
  • Voraussetzungen: Regionale Anbieter von Biolebensmitteln sind vorhanden
  • Varianten der Aktion: Bioaktionswochen saisonal, produktbezogen oder thematisch z. B. zu alten Gemüsesorten oder mit Rohmilchkäse; Ausflug für Naturkostkundschaft auf einen Biohof, in eine Biohofkäserei oder zum Biowinzer

Die Idee

Wo kommen die Biolebensmittel eigentlich her? Wie werden sie erzeugt und verarbeitet? Welche Menschen stehen mit ihrer Überzeugung für die anspruchsvolle Qualitätsaussage? Wo wird bei uns in der Region biologisch geackert oder gekäst? Fragen Ihrer Kundinnen und Kunden werden mit einer regionalen Aktionswoche hautnah und authentisch beantwortet. Als Naturkosteinzelhändler laden Sie regionale Erzeuger und/ oder Verarbeiter als Kooperationspartner in Ihren Laden ein: An jedem Tag der Aktionswoche präsentiert sich nach Möglichkeit ein anderer Kooperationspartner. Fragen werden im direkten Kontakt beantwortet und die Produkte durch die Verkostung sinnlich erfahrbar.

Mit der Aktionswoche bieten Sie eine Erlebnisebene, die durch die Vernetzung von Erzeugung über Verarbeitung bis in den Handel und schließlich zur Verbraucherin und zum Verbraucher Vertrauen aufbaut. So entstehen Kundenbindung und ein umfassenderes Bild von der "Biowelt".

Die Planung

Mögliches Programm (zur Auswahl)

  • Vom Korn zur Flocke: Die Biobäuerin oder der Biobauer stellen ihr Getreide vor
  • Was lässt sich aus Getreide alles machen? Die Biobäckerei zu Gast im Laden
  • Von der Milch zum Käse: Handwerkliche Käseherstellung sinnlich erfahren
  • Fünf Kartoffelsorten kennen lernen: Jede Knolle hat ihren Namen und typisches Aroma
  • Hier wird Ihnen Wein eingeschenkt: Weinprobe mit dem Winzerhof
  • Die Kuh des kleinen Mannes: Ziegenprodukte für Feinschmecker und Allergiker
  • Frisch gepressten Apfelsaft kosten: Der Apfelbaubetrieb bringt seine Kelter mit
  • Qualität von Anfang an: Die Gemüse-Gärtnerei ist auch Saatgut-Züchter

Verpflegungstipps

Verpflegung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot des Kooperationspartners (eventuell durch Verkostungsangebote "benachbarter" Produkte aus dem Naturkost-Sortiment des Ladens abrunden)

Sonstige Tipps

Sondieren Sie vorher die "Kommunikationsfähigkeit" des jeweiligen Kooperationspartners.

Kosten

  • Material- und Kopierkosten für Handzettel und/ oder Plakate: Um teure Farbausdrucke, Farbkopien oder sogar Grafik- und Druckkosten zu sparen, kann man zum Beispiel eine Schwarz-Weiß-Vorlage auf farbiges Papier kopieren. Papierpreise variieren je nach Qualität.
  • Portokosten für Einladungsbriefe an Kundinnen und Kunden, gegebenenfalls zusätzliche Personalkosten

Lokale Medienarbeit/ Lobbyarbeit

  • Laden Sie die Medien frühzeitig ein und schicken Sie das Wochenprogramm mit.
  • Die Aktion sollte frühzeitig auf Ihrer Homepage und der Ihrer Kooperationspartner angekündigt werden.
  • Laden Sie die lokale "Prominenz" persönlich ein, wie Bürgermeister, Stadträte, Parteivorsitzende, Vereinsvorsitzende/ Stadt-Marketingverantwortliche, Pfarrer, Ärzte, Heilpraktiker, Kindergärten, Schuldirektoren

Personalbedarf

Eine zusätzliche Person zur Unterstützung des Kooperationspartners

Kontaktsuche/ Kooperationspartner

Sprechen Sie zunächst Ihre Geschäftspartner und Lieferanten sowie Erzeuger und Verarbeiter in der Region an. Regionale Anbauverbände können ebenfalls bei der Suche nach Kooperationspartnern in Ihrer Region weiterhelfen.

Rechtliche Aspekte

Treffen Sie eine Vereinbarung mit dem jeweiligen Kooperationspartner, dass er auf eigenes Risiko teilnimmt.

Checkliste

Acht Wochen vorher

  • Betriebe auswählen und ansprechen (Kriterien: Produkte sind ladentauglich, Kooperationspartner sind "kommunikationsfähig")
  • Gegebenenfalls zusätzliche Sponsoren für Verköstigungsaktionen ansprechen
  • Termin für Auftritt im Laden vereinbaren

Vier Wochen vorher

  • Information der Kundinnen und Kunden durch direkten Einladungsbrief
  • Handzettel und Plakate vorbereiten, kopieren und im Laden sowie bei den Kooperationspartnern auslegen bzw. aufhängen
  • Equipment für den Auftritt im Laden checken: Tisch für die Präsentation, Geschirr, Spülmöglichkeit, Servietten, Abfalleimer, Dekoration, Materialien des Hofes (eventuell Fotowand), allgemeine Infos zu Bioanbau
  • Mit dem Kooperationspartner klären, was er alles mitbringt und wie viel Platz zur Verfügung steht

Drei Wochen vorher

  • Presseemitteilungen mit Terminankündigung und Einladungen schreiben und verschicken
  • "Prominente" schriftlich einladen
  • Dienstplan für die Woche mit Mitarbeitenden besprechen

Zwei Wochen vorher

  • Kamera organisieren/ checken zum Fotografieren während der Aktionswoche im Laden
  • Bei den Medien nachtelefonieren, ob jemand kommen kann oder ein kleiner eigener Bericht mit Foto erwünscht ist

Eine Woche vorher

  • Ablaufplan mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besprechen, zusätzliche Produkte zum Verkosten auswählen und bestellen
  • Ablaufplan mit dem Kooperationspartner besprechen
  • Anfahrtsbeschreibung schicken
  • Über Parkmöglichkeiten informieren
  • Platz im Laden aussuchen

An den Aktionstagen

  • Jeweils vor dem Start der Aktion Parkplatz für den Kooperationspartner reservieren
  • Beim Ausladen der Materialien helfen
  • Eventuell Platz schaffen für den Präsentationstisch und Fotowand etc.
  • Tisch und andere Elemente aufbauen und dekorieren
  • Info-Material auslegen
  • Verkostung arrangieren: Teller bzw. Gläser, Servietten, Abfallbehälter, Spülmöglichkeit
  • Dekoration mit Blumen, Kerzen, eventuell Haushaltsartikel aus dem Ladenangebot dazu stellen

Während der Aktion

  • Wegräumen des benutzten Geschirrs
  • Spülen
  • Vorrat ergänzen
  • Müll entsorgen
  • Immer ansprechbar sein
  • Stichworte aus den Gesprächen notieren (besonders häufige Fragen, "Knackpunkte", offene Punkte, die nachbearbeitet werden müssen)

Nach der Aktion

  • Aufräumen
  • Kooperationspartner beim Einladen seiner Materialien helfen
  • Kleines Danke-Schön-Geschenk für den Kooperationspartner

Literatur-Tipps

Die Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Sie können sie über unser Bestellformular kostenlos bestellen oder direkt aus dem Internet herunterladen.

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Potenzielle Kooperationspartner

Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau

Letzte Aktualisierung 09.11.2015

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