Biozyklisch-veganer Anbau

Biozyklisch-veganer Anbau

Folgende Erzeugungsbereiche werden durch die Biozyklisch-Veganen Richtlinien geregelt: Ackerbau, Geschützter Gemüsebau, Freiland-Gemüsebau, Obstbau, Rebbau, Olivenbau, Tropische Dauerkulturen, Wildsammlung und Grünlandbewirtschaftung.

Biozyklisch-Vegane Richtlinien zum Pflanzenbau, die über die EU-Öko-Verordnung hinausgehen

Über Biozyklisch-veganen Anbau

Der biozyklisch-vegane Anbau ist ökologischer Landbau auf rein pflanzlicher Grundlage. Diese Anbauform schließt jegliche kommerzielle Nutz- und Schlachttierhaltung aus und verwendet keinerlei Betriebsmittel tierischen Ursprungs. Besonderer Wert wird dabei auf die Förderung der Artenvielfalt und eines gesunden Bodenlebens, auf die Schließung organischer Stoffkreisläufe sowie auf einen gezielten Humusaufbau gelegt.

Die Biozyklisch-Veganen Richtlinien werden herausgegeben von der gemeinnützig ausgerichteten Adolf-Hoops-Gesellschaft mbH Berlin, die ihrerseits die in Deutschland ansässige Kontrollorganisation CERES mit dem Bereich Kontrolle und Zertifizierung sowie BNS Biocyclic Networks Services Ltd. in Zypern mit der Vergabe der Nutzungsrechte am Biozyklisch-Veganen Gütesiegel beauftragt hat.  In Deutschland und den deutschsprachigen Ländern ist der Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau e. V. der Ansprechpartner für interessierte Betriebe, der sie auch in allen Umstellungsfragen berät.

Gründung

2017

Anzahl Mitglieder

In Deutschland gibt es derzeit drei zertifizierte landwirtschaftliche Produktionsbetriebe sowie erste Partner aus Handel und Verarbeitung. Weitere Zertifizierungen sind in Vorbereitung. Dazu kommen weitere Betriebe in Österreich, Ungarn, Frankreich, Griechenland und Zypern, demnächst auch in den Niederlanden und in der Schweiz. In den deutschsprachigen Ländern sind alle biozyklisch-vegan zertifizierten Betriebe auch verpflichtend Mitglied im Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau e. V., dem zur Zeit etwa 70 Mitglieder angehören (Stand 01.06.2020).

Beiträge und Kosten

Die Mitgliedschaft im Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau e. V. kostet jährlich 100,00 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Aufnahmegebühr.

Für die Nutzung des Zeichens und des Begriffes "aus biozyklisch-veganem Anbau" wird eine Systemgebühr in Höhe von zwei Prozent des Nettoumsatzes aller Produkte erhoben, die als biozyklisch-vegan vermarktet werden. Die Systemgebühr wird für ein und dieselbe Ware nur einmal (auf der Ebene des Letzt-Inverkehrbringers, zum Beispiel Verarbeiter oder Packbetrieb) erhoben. Für Kleinbetriebe gelten reduzierte Pauschalbeträge.

Vermarktung

Zertifizierte Mitgliedsbetriebe können Produkte unter dem biozyklisch-veganen Gütesiegel vermarkten und bewerben. Der Verkauf von Erzeugnissen mit dem biozyklisch-veganen Gütesiegel setzt eine Zeichennutzungsvereinbarung (BNS Biocyclic Network Services Ltd.) sowie ein gültiges biozyklisch-veganes Zertifikat (CERES) voraus. Im deutschsprachigen Raum müssen die Betriebe darüber hinaus Mitglied im Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau e. V. sein.

Kontrollen

Einmal pro Jahr durch eine von CERES beauftragte Kontrollstelle. Nach Möglichkeit in Kombination mit der Kontrolle im Rahmen der EU-Öko-Verordnung.

Kontaktdaten

Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau e.V. 

Genthiner Str. 48
10785 Berlin
Telefon: +49 (0) 173 36 08 789

E-Mail: foerderkreis@biozyklisch-vegan.org
Web:  www.biozyklisch-vegan.org und www.biocyclic-vegan.org


Letzte Aktualisierung 24.06.2020

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