Müsli

Müsli

Müsli ist heute scheinbar überall präsent, wo es um gesundes Essen geht: Es gibt nicht nur unzählige Fertigmischungen, sondern auch Müsli-Brötchen, Müsli-Riegel, Müsli-Joghurt...

Doch das Müsli ist keineswegs eine "junge" Erfindung. Seit alters her ist es eine Mahlzeit der Schweizer Almhirten. Zugegeben, die meisten Mischungen, die wir heute kaufen können, bieten mehr kulinarische Abwechslung und Raffinesse durch die Zugabe von getrockneten Früchten, Kokosflocken, Nüssen, Leinsamen und anderen Zutaten. Andererseits widersprechen Zucker und viele Zusatzstoffe bei konventionellen Müslis dem Anspruch an Naturbelassenheit.

Sorgfalt bereits bei der Rohstoff-Auswahl

In vielen konventionellen Proukten werden oft Zutaten verwendet, die eigentlich überflüssig sind, wie Farbstoffe oder Aromastoffe. Bei Bioprodukten ist dies kaum der Fall, denn in punkto Zutaten müssen die Biohersteller besondere Vorgaben erfüllen: Getreide, Trockenfrüchte und die anderen Geschmack gebenden Zutaten müssen den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau beziehungsweise den Richtlinien der Ökoanbauverbände entsprechen. Anstelle von weißem Zucker werden zum Beispiel oft andere Süßungsmittel wie Honig oder Vollrohrzucker, verwendet.

Viele Produkte sind sogar ungesüßt und oft unter der Bezeichnung "Basis"-Mischung beziehungsweise -Müsli zu finden. Bei diesen Mischungen kann jeder selbst entscheiden, ob und womit er sein Frühstück versüßen möchte.

Außerdem sind nur bestimmte Verfahren der Haltbarmachung erlaubt. Das heißt beispielsweise, dass die Trockenfrüchte und Nüsse im Biomüsli ohne die übliche Begasung gegen Schädlingsbefall auskommen müssen. Doch eine gewisse Konservierung ist nötig, um den Packungsinhalt einige Zeit verkehrsfähig zu halten. Dazu wird das Getreide (zumeist Hafer) zunächst gedarrt und dann mit Wasserdampf behandelt. Dieses Verfahren ist zwar völlig unbedenklich, doch gehen dabei einige wertvolle Inhaltsstoffe, wie etwa hitzeempfindliche Vitamine, verloren.

Letzte Aktualisierung 30.07.2019

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