Schinkeler Höfe, Wurzelhof

Wurzelhof: Wurzeln der Solidarität

Unweit der Ostsee haben sich einige Bio-Betriebe zusammengetan, um bestes Bio in Solidarischer Landwirtschaft zu produzieren. Der Wurzelhof ist einer von ihnen. Er steht für feinstes Bio-Gemüse und regenerative Anbaumodelle.

„Als wir damals anfingen, ging es darum, das ökologisch besonders wertvolle Kerngelände des Betriebs für die Zukunft zu sichern“, erzählt Dieter Pansegrau. Das war 1986, als der Wurzelhof nahe Kiel seinen Anfang nahm. Im Zusammenspiel mit anderen Bio-Betrieben gehen die eigenen Maßstäbe weit über die Anforderungen der Bio-Anbauverbände hinaus.


Der Hof

Wurzelhof

Dieter Pansegrau
Eckredder 8
24214 Schinkel
Schleswig-Holstein

Tel.: 04346-41 20 03

Öko-Kontrollstelle: DE-ÖKO-006

E-Mail: d.pansegrau@web.de
Internet: www.schinkeler-hoefe.de

Zahlen – Daten – Fakten

Fläche

11,5 Hektar Gesamtfläche, davon 4 Hektar Gemüsebau

Vielfalt

70 Gemüsesorten

Unterstützung

182 „Solawistas“ (Teilhaber der SoLaWi)


Bodenpflege statt Pflanzendüngung

Der Wurzelhof von Dieter Pansegrau und Bozka Klimova sowie Gabi Pansegrau ist ein reiner Gemüsebaubetrieb. Er gehört zur Gemeinschaft der Solidarischen Landwirtschaft Schinkeler Höfe und kann sich zu den Trägern des Bundespreis Ökologischer Landbau zählen, den es 2020 vom Bundeslandwirtschaftsministerium als Auszeichnung gab.

Der Anbau der Gemüse und Feldfrüchte erfolgt auf mehr als elf Hektar im Freiland und in unbeheizten Folienhäusern. Dabei gilt dem Erhalt und der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit stets besonderes Augenmerk: „So binden etwa Hülsenfrüchte mit Hilfe von Bakterien den Luftstickstoff und machen ihn so für andere Pflanzen verfügbar“, erklärt Pansegrau. Er und sein Team setzen auf regenerative Maßnahmen – für sie ein Kern wirklicher Nachhaltigkeit. „Ich würde so weit gehen und von einem Wurzelhof-System sprechen“ sagt der Landwirt und meint damit die 16-jährige Fruchtfolge, ein entwickeltes Futterbau-, Gründüngungs-, Zwischenfrucht- und Mulchsystem sowie eine nichtwendende, minimalinvasive Bodenbearbeitung. „Hintergrund ist das klassische Verständnis von organischem Landbau: Bodenpflege, Humusaufbau und die Dynamisierung der symbiotischen organischen Prozesse.“ Selbstverständlich kommen keine externen Stickstoffdüngemittel zum Einsatz.

Durch die SoLaWi ist die Freude über, mit und im Anbau größer geworden. Das Gemüse verliert seinen Preis und bekommt seinen Wert zurück.

Gemüse für die SoLaWi

Als Teil der Solidarischen Landwirtschaft Schinkeler Höfe liefert der Betrieb Erträge an derzeit 170 Mitglieder. Die Betreiber freut’s: „Alles, was der Acker Gutes gedeihen lässt, wird mit Freude und Genuss verzehrt. Optische oder modebedingte Unzulänglichkeiten, wie zum Beispiel die Möhrenform, spielen keine Rolle mehr.“ Diese Akzeptanz gilt nicht nur für die Pflanzen: Die Qualität gemeinsamer Aktivitäten und Entscheidungsfindungen mache Solidarität für jeden und spürbar und erlebbar.


Betriebsspiegel

  • Betriebsart: Gemüsebau

  • Betriebsfläche: 11,5 Hektar

  • Acker-/ Gemüsebau: 70 Sorten

  • Anbauverband: Bioland

  • ÖKO-Kontrollstelle: DE-ÖKO-006


Betriebs-Faltblatt zum Herunterladen und Ausdrucken

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